Newsletter Juni 2015

LANDKREIS EMSLAND LEHNT GENEHMIGUNG FÜR STALLANLAGE AB –  LANDWIRT SCHÜTTE SETZT SEINE PLANUNGEN WOHL UNVERÄNDERT FORT

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BEBAUUNGSPLAN SÜDÖSTLICHER SIEDLUNGSRAND MEPPEN KOMMT IM SOMMER 2015

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

in den vergangenen Monaten ist in unserer unmittelbaren Wohnumgebung vieles in Bewegung geraten, sodass die BI Meppen zahlreiche Aktivitäten entfalten musste, die aber nicht immer in das Bewusstsein der Meppener Bürgerinnen und Bürger gelangt sind. Daher möchten wir Sie mit diesem Newsletter in bewährter Weise über den aktuellen Sachstand ins Bild setzen.

1.

Zu den erfreulichen Nachrichten gehört, dass die Stadt Meppen in den vergangenen Wochen endlich den seit Jahren in den Schubladen des Bauamtes schlummernden Bebauungsplan „Südöstlicher Siedlungsrand Meppen“ auf den Weg gebracht hat, der den Schutz der Bewohner des östlichen Stadtgebietes vor schädlichen Einwirkungen durch intensiv betriebene Landwirtschaft hoffentlich fühlbar verbessern wird. Insofern gebührt vor allem unserem neuen Bürgermeister Helmut Knurbein großer Dank, der dieses Vorhaben nach seinem Amtsantritt deutlich beschleunigt hat, nachdem der Bebauungsplan insbesondere durch den früheren Bürgermeister Jan Erik Bohling jahrelang auf die lange Bank geschoben worden ist.

2.

Mit großer Freude und auch einigem Respekt für diese mutige Entscheidung konnte der lokalen Presse entnommen werden, dass Bauer Bölle – anders als Bauer Schütte – von seinen Planungen eines großen Hühnerstalles Abstand genommen und nunmehr in eine Pferdebewegungshalle investiert hat. Dies ist insbesondere deshalb eine gute Nachricht, weil durch dieses Vorhaben nicht nur die Umwelt und Wohnumgebung kaum belastet werden, sondern auch der Wert unserer Wohnumgebung als Erholungs- und Kulturlandschaft weiter verbessert wird. Auf diese Weise demonstriert Bauer Bölle durchaus eindrucksvoll, dass landwirtschaftliche Betriebe einerseits und Wohnbebauung andererseits keinen scharfen Gegensatz bilden müssen, sondern dass bei einem Mindestmaß an gegenseitigem Verständnis und gegenseitiger Rücksichtnahme ein einträgliches Mit- und Nebeneinander ohne weiteres möglich ist. Ausgesprochen positiv ist diese neue Planung des Bauern Bölle nicht zuletzt deshalb, weil er zeigt, dass eine wirtschaftlich sinnvolle Nutzung der Hofstellen nicht zulasten von Natur und Anwohnern gehen muss.

3.

Schließlich konnte auch im Hinblick auf die geplante Massentierhaltungsanlage des Bauern Schütte ein wichtiger Zwischenerfolg verbucht werden. Der Landkreis Emsland hat die dafür erforderliche Baugenehmigung abgelehnt, weil der Bauer Schütte sich geweigert hat, ein Keimgutachten vorzulegen und eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchzuführen. Auch eine zertifizierte Filteranlage zur Reduzierung der von dem geplanten Betrieb ausgehenden Gerüche und anfallender Schadstoffimmisionen kann er mangels Verfügbarkeit nicht einbauen. Auch wenn es angesichts der Gefahren, die von einer solchen Anlage für die Bevölkerung, insbesondere auch für Kinder und kranke Menschen, ausgehen, kaum nachvollziehbar ist, strebt Bauer Schütte einen insofern vollkommen unregulierten Betrieb an.

Hinzu kommt, dass eine Überprüfung der Antragsunterlagen durch einen von der Bürgerinitiative beauftragten Sachverständigen ergeben hat, dass von dem Vorhaben Schütte äußerst umweltschädliche Emissionen ausgehen würden, die insbesondere die angrenzen Naturschutzgebiete erheblich schädigen werden. Zu der Belastung von uns Anwohnern durch schädliche Stäube und Gerüche hinzu kommt also noch eine massive Schädigung der die Hofstelle Schütte bzw. die Baugebiete im östlichen Stadtgebiet umgebenden Naturschutzgebiete. Es ist gut, dass der Landkreis diesen Planungen nun – vorläufig – einen Riegel vorgeschoben hat.

4.

Anders als Bauer Bölle stellt Bauer Schütte aber nach wie vor allein seine eigenen wirtschaftlichen Profitinteressen über diejenigen der Anwohner und der Natur. Es kann davon ausgegangen werden, dass er nun den Versuch unternehmen wird, seine natur- und gesundheitsschädlichen Massentierhaltungsanlage auf dem Klagewege durchzusetzen und dass er ernsthaft beabsichtigt, ohne ein Keimgutachten einen solchen Megastall in unmittelbarer Nähe des Wohngebietes und des Walldorf-Kindergartens durchzusetzen.

Hier wird es in den kommenden Monaten erforderlich sein, die Augen offen zu halten, zumal neueste Erkenntnisse aus Medizinerkreises darauf hinweisen, dass Keimbelastungen, die von Anlagen wie der von Bauern Schütte geplanten ausgehen, deutlich gefährlicher sind als dies bisher angenommen wurde.

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